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Raumumstrukturierungs-Projekt bei Origin
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Branche: Consulting Ausstattung: Steelcase Werndl AG Bauherr: Origin, IT-Consulting- und Service-Company Ort: Capelle aan de IJssel/ Niederlande
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STEELCASE RICHTET IT-OBJEKT EIN FEEL AT HOME AT ORIGIN
Niemandem kann entgangen sein, dass die Arbeitswelt und die Arbeitsbedingungen starken Veränderungen unterworfen sind. Die Forderung nach Effizienz und gravierender Platzmangel bewirken, dass viele Unternehmen jetzt durchstarten und ihre konventionellen Büros drastisch verändern.
Oft bleibt dieser Anspruch jedoch auf die äußere Form beschränkt: Mit fahrbaren Büromöbeln, bizarr geformten Schreibtischen und Mo-biltelefonen wird eine schicke Soße über einen hauptsächlich traditionellen Inhalt gegossen. Häufiger jedoch suchen Unternehmen nach fundamentalen Veränderungen in ihrer Arbeitsweise mit sich daraus ergebenden tiefgreifenden Folgen für die Officeumgebung.
Das niederländische IT-Unternehmen Origin (aktuelles Motto: „Sha-ring the Power of Knowledge“) wollte neue Arbeitsformen kreieren, die der Identität und dem Image des Unternehmens entsprechen. So wurde eine völlige Umstrukturierung in Gang gebracht, die Origin in die Lage versetzen soll, sich up to date auf die Zukunft einzustellen.
Origin, die weltweit tätige IT-Consulting- und Service-Company, fand in Steelcase, einem der führenden Hersteller von Systemmöbeln (aktuelles Motto: „Revolutions@work“), den idealen Partner für die Um-setzung ihrer Vision. Steelcase ist international auf dynamischem Wachstumskurs und auch auf dem niederländischen Markt eine zunehmend gewichtige Größe. Nicht zuletzt ist das der fortschrittlichen, kreativen und persönlichen Unternehmenskultur der Rosenheimer zuzuschreiben. Steelcase arbeitet prozess- und lösungsorientiert statt produktorientiert.
VISIONEN ERLEBBAR MACHEN Erst solches Konzept ermöglicht es, eine Vision auch in Produkte umzusetzen. „Revolutions@work“ klingt gut, aber ein Unternehmen in Szene zu setzen und effektiv und sensibel mit den Menschen im Office und mit räumlichen Dimensionen umzugehen, erfordert Sachkunde und sorgfältige Analysen. Wer an die Spitze will, muss Kompetenz zeigen.
Beim ersten Raumumstrukturierungs-Projekt einiger Abteilungen bei Origin im Riviumcomplex in Capelle aan de IJssel konnte auf die fundierten Erfahrungen von Steelcase mit maßgeschneiderten Arbeits-umgebungen gebaut werden. Der dem Händlernetzwerk von Steelcase angeschlossene Projekteinrichter Rever richtete die Origin-Büros neu ein.
Marco Verwoert, Direktor von Rever, meint: "Wir erfüllten für Origin die Funktion eines Sparring-Partners. Unsere Experten haben aus unterschiedlichen Blickwinkeln analysiert, wie die Origin-Mitarbeiter arbeiten. Es zeigte sich, dass dieses Unternehmen verschiedene Arbeitsprozesse häufiger mit Human Ressource Management kombiniert.“
Das Unternehmen Origin ist auf steilem Wachstumskurs und kämpft wie viele IT-Unternehmen gleichzeitig mit Fachkräftemangel. Deshalb arbeiten die Niederländer hart an der Wirtschaftlichkeit des Unter-nehmens und der Stärkung der Mitarbeitermotivation. Verwoert: „Wir haben versucht, allen unterschiedlichen Arbeits- und Kommunikati-onsprozessen entgegenzukommen, somit Veränderungsprozesse zu ermöglichen und in der Office-Einrichtung zum Ausdruck zu bringen. Das Büro wird mehr und mehr zum Ort der Kommunikation mit einer gleichzeitigen sozialen Funktion. Die Frage lautete vor allem, wie diese Kommunikation am besten gefördert und den verschiedenen Projektteams die Tools verschafft werden könnten, die sie brauchen, um ihre unterschiedlichen Aufgaben wahrzunehmen."
EINE KULTURELLE REVOLUTION Die Realisierung der Büroeinrichtungen im Rivium war ein anspruchsvolles Projekt, da das Raumkonzept mit der sich verändernden Organisation in Einklang gebracht werden musste. Dennoch vergingen nur sechs Monate zwischen der Entscheidung für die Räume im Rivium bis zum Abschluss des Projektes.
Henk Frijters, Facility Manager von Origin Nederland, sagt: "Die Zeit war sehr knapp. Die Räumlichkeiten sind zwar optimal, aber die Mitarbeiter gewöhnten sich nicht so schnell an die andere, offene Arbeitsweise. Die wirkliche Umsetzung braucht Zeit."
Steve The, Regio Manager Zuid-West Facility Management und eng involviert in der Einrichtung des Rivium, stimmt dem zu: "Die Ände-rung der Arbeitsweise von Origin ist eingeleitet und wird mit Sicherheit fortgesetzt. Solche Entwicklungen verlaufen so schnell, dass manches nicht vorhersehbar ist. Schließlich arbeiten im Rivium mehr als 400 Origin-Mitarbeiter."
KEINE INSELN FÜR DAS MANAGEMENT Es gab auch reichlich Stolpersteine. Im Rivium entstand das erste Origin-Büro, in dem nach neu entwickelten Normen gearbeitet wird. Die Menschen, die dort tätig sind, kamen aus drei unterschiedlichen Bürokomplexen mit eigenen Betriebskulturen. Das Management thron-te bis dato auf „Inseln“ und hatte sich zahlreiche Privilegien geschaf-fen, die es aus ihrer Sicht zu verteidigen galt. Nun sollten auch sie plötzlich ihre Arbeitsplätze mit dem „gemeinen Volk“ teilen. Ziel der Office-Einrichtung war schließlich, die Aufgaben und Projekte zu unterstützen und nicht Hierarchien zu demonstrieren.
Rever-Manager Verwoert dazu: "Die Vision einer bestimmten Organi-sationsform muss natürlich von allen akzeptiert werden. Glücklicherweise war die Zusammenarbeit mit Origin trotz dieser Probleme durch Offenheit geprägt."
Die Reorganisation wurde dadurch vereinfacht, weil das Rivium-Gebäude sich für eine konventionelle Inneneinrichtung gar nicht eig-nete: Es ist etwa 40 Meter tief, und nur an einer einzigen Seite gibt es Tageslicht. Origin wollte ohnehin einen "Versuchsgarten", in dem mit neuen Arbeitsmethoden und Inneneinrichtungen experimentiert werden kann.
Dieser Versuchsgarten war ein Erfolg: Das Büro gefällt allen. Origin-Manager The ist erleichert: "Auch die Inneneinrichtung hat die volle Sympathie der Mitarbeiter. Es gibt ruhige Orte, an denen man sich zum konzentrierten Arbeiten zurückzieht. Der offene Kommunikationsplatz in der Mitte des Raumes, in dem man komfortabel sitzen und sogar rauchen kann, wurde gut angenommen."
FEEL AT HOME AT THE OFFICE Farben wurden bewusst in den Zonen eingesetzt, um die Räumlichkeiten beispielsweise für Konzentration oder Kommunikation zu kennzeichnen. Die Mitarbeiter konnten die Farben für die Inneneinrichtung analog den vier Jahreszeiten wählen. Sie entschieden sich für den Herbst, ein warmes Farbpaket mit viel Orange und Grün, das eine häusliche Atmosphäre schafft.
Verwoert erklärt: "Es fällt auf, dass sich gerade Hightech-Unternehmen nicht für kühle Farben entscheiden." Für die Rivium-Büros wählte Rever daher das Interieur aus der Frisco-Linie von Steelcase.
Die Entwicklung der „Future“-Offices bei Origin und der Unterneh-mensausbau gehen weiterhin stürmisch voran. Neue technische Möglichkeiten wie digitale Archivierung werden ebenso ins Auge gefasst wie andere und flexible Arbeitsweisen. Bei der weiteren Expansion der Räumlichkeiten fließen die Erfahrungen des Rivium-Projektes ein. "Das gesamte Einrichtungskonzept wird dann anders aussehen - die Kommunikation wird noch wichtiger. Abgesehen von technologischen Neuerungen wird das Büro dann wirklich zu dem Platz, wo sich Teams und Kollegen treffen und auf gemeinsame Arbeitsplätze zugreifen. Für die Möbel bedeutet das, dass sie zum Beispiel motorisch höhen-verstellbar sein müssen wie der Tisch Yoyo."
Die Origin-Mitarbeiter, die nicht im Rivium arbeiten, blicken mittler-weile begehrlich auf die Arbeitsplätze ihrer Kollegen in der „schönen, neuen“ Arbeits- und Lebenswelt. Feel at Home in den Origin-Büros.
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